Jetzt buchen
Deutsch

Select your Language

EnglishDeutsch(current language)

We're sorry, but this page doesn't have an English translation. If you'd like to browse the site in English, start on the English homepage.

To English Homepage

Der Bodensee: Das größte Wasserreservoir Deutschlands

50 Milliarden Kubikmeter Wasser machen den Bodensee nicht nur zum größten See Deutschlands, sondern auch zum bedeutendsten Trinkwasserreservoir Europas. Seit den späten 1950er Jahren wird dem Bodensee Trinkwasser entnommen und in deutsche Haushalte gepumpt. Dabei ist die Wasserqualität bemerkenswert hoch und das Wasser klar und sauber. Wie wird dies bewerkstelligt?

Trinkwassergewinnung am Bodensee

Von den 17 Wasserwerken, die insgesamt ca. 4,5 Millionen Menschen in Deutschland und der Schweiz mit sauberem Trinkwasser versorgen, ist das größte Wasserwerk des Bodensees (und gleichzeitig eines der größten in ganz Deutschland) das Wasserwerk der BWV (Bodensee-Wasserversorgung) auf dem Sipplinger Berg, im nördlichen Teil des Überlinger Sees. Es pumpt ca. 15 Mio. Liter Wasser pro Stunde aus 60 Metern Tiefe, filtert und entkalkt das Wasser, und schickt es auf seinen Weg durch ein underirdisches Rohrsystem – um in deutschen Haushalten als Wasser aus der Leitung zu landen. Das Werk wurde bereits 1956 erbaut und ist bis heute eines der größten Wasserwerke in Deutschland geblieben. Uhldingen-Mühlhofen ist übrigens Verbandsmitglied der BWV – hier befindet sich das Hotel Seehof.

Bodensee-Trinkwasser ist ein interessantes Thema und wird oft von den Medien aufgegriffen. Die ARD hat z.B. im Juni 2008 einen Beitrag gesendet, in dem wesentliche Faktoren zur Trinkwassergewinnung, sowie das Thema der Wasserqualität beleuchtet werden.

Woher erhält der Bodensee sein Wasser?

Betrachtet man die 180 Mio. Kubikmeter Wasser, die dem Bodensee jedes Jahr zur Trinkwasserversorgung Deutschlands und der Schweiz entnommen werden, so ist auch die Tatsache nenneswert, dass dies immer noch weniger ist, als jährlich auf natürliche Weise verdunstet. Der Bodensee kann als noch mehr leisten, wenn nötig – woher jedoch stammen die riesigen Wasserreserven des Voralpensees?

Rhein und Rheintal

Hier kommen die Alpen ins Spiel: das Schmelzwasser sorgt für einen stetigen Zufluss. Hauptzufluss ist hier der Alpenrhein, das das Rheintal durchläuft. Dieses ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Süddeutschlands – es grenzt an die Schweizer Kantone Graubünden und St. Gallen sowie an das Österreichische Bundesland Vorarlberg und an das Fürstentum Liechtenstein. Das Rheintal erstreckt sich von den Zusammenflüssen von Vorder- und Hinterrhein bis zur Mündung in den Bodensee über eine Länge von 90 km. Dabei bildet er den Rheinfall – den größten Wasserfall Europas.

Das Schmelzwasser der Alpen fließt also über den Alpenrhein in den Bodensee – wo fließt es wieder ab?

Seerhein und Hochrhein

Die Verbindung von Obersee zu Untersee besteht aus dem Seerhein. Durch diesen Kanal fließt Wasser aus dem Obersee ab und in den Untersee. Hier gewinnt der Hochrein an Bedeutung, der den Abfluss des Untersees bildet.

Nachdem er den Bodensee passiert hat, fließt den Rhein zunächst durch Schaffhausen und Basel in der Schweiz, bevor er sich wieder gen Norden windet, durch Straßburg in Frankreich fließt und weiter durch Karlsruhe, Mannheim, Wiesbaden und Koblenz führt. Dann verläuft er durch das Ruhrgebiet, bevor er im holländischen Rotterdam in die Nordsee mündet.

Wir sind dankbar und glücklich, ein Teil des berühmten Bodensees zu sein und laden Sie herzlich ein, uns in Unteruhldingen einmal kennenzulernen.

Zurück zu allen Artikeln